Ich mach' Blau: Cyanotypie!

Cyanotypie

 

Ein schönes Projekt für einen Sommertag gemeinsam mit Freunden!

 

Wenn, ich betone: WENN, die Sonne mal scheint, kann man diese super zur Belichtung der Cyanotypie benutzen! Wie, Du kennst Cyanotypie noch nicht? Macht nix, Du erfährst es jetzt.

 

 


Also, eigentlich mischt man sich selber die UV-empfindliche Chemie dafür zusammen. Allerdings ist es nicht so einfach, an die Chemikalien zu kommen. Außerdem muss man diese auch noch ganz genau und richtig im Verhältnis mischen. Nicht so mein Ding, um ehrlich zu sein, in Chemie war ich immer eine Niete!

 

Die auf das Textil aufgetragene Mischung muss dann in völliger Dunkelheit trocknen. Also sollte man bereits am Vortag damit beginnen. Dazu kommt noch, dass der Entwicklungsprozess angeblich nicht sichtbar ist. Auf Try and Error hatte ich keine Lust. Zum Glück gibt es inzwischen fertige Produkte, die sogar außer Blau auch noch weitere Farbtöne in petto haben. 


 

Ein Anbieter ist Lumi, von dem ich mal das Starterkit bestellt hatte. Zugegeben, es ist nicht ganz billig, dafür muss man aber nicht mehr viel machen. Nur noch ein Schwarz-Weiß-Motiv finden, auf Folie drucken (am Besten doppelt und dann passgenau übereinanderkleben) und ein T-Shirt besorgen.

 

Allerdings ist es inzwischen sehr schwierig geworden, die Produkte von Lumi zu bekommen. Alternativ kann man nun Jacquard Solarfast erstehen. Leider habe ich noch keine Erfahrungen mit diesem Produkt, dafür gibt es das bei Amazingsbums.

 

 

Cyanotypie Federn

 

 

Meine Freundin Frau K und ich haben uns für die einfachste Variante entschieden: Gebrauchsfertige Chemie in Blau kaufen, Naturmaterialien sammeln, auf das T-Shirt legen, mit Glasscheibe fixieren (hatten wir nicht, deshalb Folie genommen und festgepiekst) und fertig!

 

 

So ganz ohne Vorabversuche wollten wir dann doch nicht unsere schönen neuen T-Shirts versauen, also haben wir mit einer Feder auf einem Textilrest einen Test gemacht: Matsche im Keller unter Kunstlicht (!das darf!) aufgepinselt, überschüssige Chemie etwas abgetupft, die Feder darauf positioniert und mit Folie fixiert, damit sie schön plan anliegt. Und ab in die Sonne damit. Bevorzugt Mittagszeit, denn dann kommt das Licht schön von oben.

 

Bei diesen beiden Fotos kann man gut erkennen, wie die Chemie auf die Sonne reagiert. Bevor die Farbe blau wird, sieht sie mächtig nach Violett aus. Erst, als die Farbe ausreichend belichtet war, wurde sie schön blau, allerdings ziemlich dunkelblau (siehe Farn), was uns dazu veranlasst hat, die Farbe etwas mit Wasser zu verdünnen.

 

 

 

Hier sieht man noch einmal sehr schön: erst wird es Lila, dann kommt blau.

 

 

Bei den Federn hatten wir die Farbe verdünnt. Ist immer noch blau genug.

 

 

 

 

Und zum Schluss dann doch noch ein Foto mit Error: Na, was haben wir hier vergessen? Die Folie oder die Glasscheibe! Dadurch war das Monstera-Blatt nicht angedrückt und somit die Kanten sehr unscharf. Ausgewaschen wird die Fotochemie übrigens mit dem Spezial-Waschmittel des jeweiligen Herstellers der Fotochemie, was noch einmal etwas Geld kostet, dafür aber in der Waschmaschine.

 

Vielleicht hast Du ja Lust bekommen, das auch einmal auszuprobieren. Wir hatten ziemlich viel Spaß dabei. Ich würde mich auf jeden Fall über Fotos der Ergebnisse freuen.

 

Liebe Grüße

Ava

 

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