Selbstgemachte Nudeln – dafür braucht es etwas Zeit!

selbstgemachte Nudeln

 

 

Der Urlaub ist zu Ende, was natürlich ganz fürchterlich schade ist, aber dafür habe ich meine Küche wieder. Jetzt kann also ganz viel gekocht werden! Was im Urlaub zwar auch ging, aber sehr eingeschränkt. Das war nicht schlimm, denn da verbringe ich ja eh meine Tage nicht hinterm Herd.

 

Wenn genug Zeit dafür vorhanden ist, machen wir gerne unsere Nudeln selbst. Also ausschließlich am Wochenende. Die Arbeit lohnt sich aber, denn die frischen Nudeln schmecken einfach anders und sooo lecker.

 

Du findest am Ende des Artikels ein Rezept-PDF als Download.

 

Wir haben eine Weile experimentiert, bis wir das richtige Verhältnis der Zutaten und das geeignete Mehl gefunden hatten. Mal klebte der Teig zu stark am Tisch oder der Nudelmaschine, mal bekamen wir nicht das richtige Mehl.

 

 

Grundrezept für 4 Personen:

 

250g Weizenmehl

250g Hartweizenmehl (z.B. DeCecco Semola di Grano Duro/ideale per Pasta e Pane)

5 Eier (nicht aus dem Kühlschrank) oder 1 Glas Wasser, wer es vegan möchte

1 EL Olivenöl (ist eigentlich nicht notwendig, erleichtert aber das Kneten)

 

Die Teilkonsistenz ist ausschlaggebend für das Gelingen der Nudeln:

 

Wenn der Teig zu weich/feucht ist, schneiden die Walzen der Nudelmaschine nicht richtig oder, falls man die Nudeln mit dem Nudelholz ausrollt und mit dem Messer schneidet, kleben sie an Nudelholz, Messer oder Unterlage fest. Dann muss man noch etwas Mehl unterkneten.

Ist der Teig zu trocken, wird er nicht von den Schneidewalzen der Nudelmaschine erfasst und reißt unter Umständen, wenn man ihn per Hand schön dünn auswalzen will. In dem Fall einfach noch etwas Wasser drunter kneten.

 

Zubereitung:

Beide Mehlsorten in einer großen Schüssel gut vermischen und eine große Mulde hineindrücken. Die Eier (oder das Wasser) in die Mulde geben, das Olivenöl dazu gießen. Mit Hilfe einer Gabel die Eier (oder Wasser) und das Olivenöl verrühren. Anschließend das Mehl langsam von innen nach außen mit der Gabel einarbeiten bis die Zutaten gut binden.

 

Den Teig nun mindestens 5 Minuten kräftig mit den Händen gut durchkneten bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Bei weniger Knetzeit wird der Kleber im Mehl nicht aktiv. Der Teig muss glatt und glänzend sein, nicht kleben aber auch nicht zu trocken sein.

 

Den Teig gut 30 Minuten ruhen lassen, dann nochmals durchkneten. Jetzt kann er weiter verarbeitet werden.

 

 

 

Entweder man rollt den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und schneidet die Nudeln per Hand, oder man bemehlt eine Nudelmaschine und teilt den Teig in vier oder fünf gleich große Klumpen. Diese kurbelt man erst einmal mehrmals durch die glatten Walzen auf der am weitesten geöffneten Stufe, wobei der Teig zwischendrin immer wieder zusammengelegt und falls nötig mit Mehl bestäuben wird. Hat die Teigplatte dann eine gleichmäßige Form erreicht, dreht man die Walzen um eine Stufe weiter zu und kurbelt sie dünner. Den Regler danach jeweils wieder eine Stufe enger stellen bis die Teigplatte die gewünschte Dicke erreicht hat. Die Teilplatten etwa 10 Minuten auf sauberen Handtüchern trocknen lassen. Nun kann der Teig durch die gewünschten Schneidewalzen gekurbelt werden.

 

Nudeln zum Trocknen aufhängen

 

 

Die fertig geschnittenen Nudeln vorsichtig zum Trocknen aufhängen. Da die trockenen Nudeln leicht brechen und herunterfallen können, saubere Handtücher darunter legen. Man kann die Nudeln aber auch auf ein Tischtuch zum Trocknen legen. Mindestens eine Stunde lang trocknen lassen. Wenn die Nudeln nicht sofort verbraucht werden sollen, müssen sie sehr gut getrocknet werden. An einem kühlen und trockenen Ort sind sie dann 1 - 2 Wochen haltbar.

 

getrocknete Nudeln

 

 

Aus dem Teig kann man natürlich alle möglichen Nudelformeln herstellen. Von Spaghetti über Bandnudeln bis hin zu Tortellini, Ravioli und Lasagneblättern.

 

Die Nudeln in ausreichend kochendes und gesalzenes Wasser geben, ca. 4 Liter Wasser pro 1/2 Kilo Nudeln. Frische Nudeln sind, je nach Dicke, innerhalb von

2 - 5 Minuten bereits gar. Beim Kochen vorsichtig mit einem Holzlöffel umrühren, damit die Nudeln nicht am Topfboden anliegen. Nudeln abgießen und sofort mit Soße vermischen.

 

Nudeln mit Soße

 

Wir haben uns in diesem Fall für ein Ragout mit Hirschfleisch entschieden.

 

Guten Appetit

Ava

 

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