Und jetzt brauche ich so eine Kordel für: einen schnellen Hipsterbag / Turnbeutel!

Turnbeutel Hipsterbag

 

Der gute alte Turnbeutel hat inzwischen eine Veränderung mitgemacht. Er ist nun nicht mehr peinlich oder spießig, nein, seine praktische Seite findet wieder Anerkennung und ist hip!

 

Keine noch so coole Firma oder Modemarke mag heutzutage auf ihn verzichten. Auf Festivals und kulturellen Events kann man ihn für teilweise recht viel Geld erstehen. Wer für dieses schlichte Teil allerdings über 40 Euronen verlangt, sollte sich 'was schämen!

 

 

Im WWW findet man tausende von Anleitungen, wie er genäht wird. Aber egal, ich hänge mich da dran, denn momentan habe ich nicht viel Zeit zum Bloggen und ich brauchte gerade so einen Hipsterbag. Ich wollte auf der documenta 14 in Kassel meine Hände frei haben. Er sollte nur mein Portemonnaie und den Regenschirm beherbergen. Aber Pustekuchen – dort galt der Turnbeutel als Rucksack und durfte nie mit rein. Stattdessen gab man mir für die zwei Dinge eine Plastiktüte! Immerhin Bio und kompostierbar, ansonsten wäre ich wahrscheinlich auch ausgerastet...

 

Stoffreste

 

Du brauchst für einen Turnbeutel in der Größe 40 cm x 40 cm:

 

Stoffrest 43 cm Breite x 47 cm Höhe im Bruch (na klar: für Vorher und Rückseite) oder

mehrere Stoffreste, die zusammengenäht 43 cm Breite x 94 cm Höhe ergeben

 

Nähmaschine und farblich passendes Garn oder fleißige Hände mit Nadel und Faden, wenn Du keine besitzt

2 Kordeln mit einer Länge von ca. 1 Meter

2 Ösen in der passenden Größe zur Kordel

Stoffschere

Sicherheitsnadel

Stecknadeln

 

 

Ich habe zwei Stoffreste genommen, die ich als farblich harmonisierend empfand. Wenn Du einen Stoff nimmst, der stark franst, empfehle ich Dir, die Kanten mit einem Zickzackstich oder der Overlockmaschine, so Du denn eine besitzen solltest, zu versäubern.

Die Reste habe ich rechts auf rechts zusammengenäht und die Nähte mit einer weiteren Naht von außen verstärkt, indem ich die Nahtzugabe mit festgenäht habe.

 

 

 

Für die obere Öffnung lasse ich einen ca. 5,5 cm Schlitz frei, daraus mache ich später die Schläuche, durch die die Kordeln gezogen werden. Dann nähe ich die Seiten rechts auf rechts zu, dabei lasse ich eine Nahtzugabe von ca. 1,5 cm stehen.

 

 

Für die Schläuche falte ich erst die Nahtzugabe um, dann den Schlauch und stecke ihn mit Nadeln fest. Ich nähe die Schläuche zu und lasse die Enden offen.

 

 

Bevor ich den Turnbeutel umkrempel, schneide ich die zwei Ecken am Beutelnden ab, damit ich saubere, spitze Ecken bekomme. Ansonsten würde sich innen zu viel Stoff befinden.

 

Dann nähe ich außen einmal zur Verstärkung herum und schließe damit auch die eventuell kleine Lücke, die an der Taschenöffnung entstanden sein könnte. Die Öffnung natürlich nicht mit zunähen, haha.

 

 

Am Beutelboden füge ich in den 2 Ecken zur weiteren Verstärkung noch eine Naht hinzu. Hier werden die beiden Ösen nach Gebrauchsanleitung auf der Packung eingeschlagen. Ich besitze glücklicherweise eine Lochzange von guter Qualität und muss nicht das beigefügte Werkzeug aus der Öselpackung benutzen.

 

 

Mit Hilfe einer Sicherheitsnadel ziehe ich die Kordel durch die Schläuche. Ich beginne mit einer Kordel auf einer Seite, komme am Ende wieder raus und ziehe sie durch den zweiten Schlauch.

Mit der zweiten Kordel verfahre ich genauso, allerdings gegenläufig.

 

 

 

Auf beiden Seiten werden die Kordelenden dann durch die Öse gezogen und zusammen verknotet. Fertig!

 

Ich hoffe, ich habe anschaulich genug erklärt, wie es geht. Sollte der Näh-Anfänger noch Fragen haben, bitte gerne bei mir melden!

 

Liebe Grüße

Ava

 

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