Pimp my T-Shirt – No. 2

T-Shirt Upcycling

 

 

Es gibt ja Leute, die Klamotten aussortieren, die sie ein oder zwei Jahre nicht mehr getragen haben. Im Prinzip eine gute Idee. Wenn aber ein Teil nur deswegen nicht getragen wurde, weil es langweilig ist oder vielleicht die falsche Farbe hat, kann man da ja noch immer etwas dran machen.

 

Dieses T-Shirt mag ich eigentlich. Es sitzt gut und der Stoff ist angenehm zu tragen. Aber die Farbe 'Elefantengrau' war mir meistens zu trist und eintönig, zumal T-Shirts eher im warmen Sommer getragen werden, da war mir immer mehr nach Farbe oder zumindest irgendwie peppig oder sowas.

 

Ich habe mir ein paar wenige Dinge besorgt und dann munter direkt auf das T-Shirt gedruckt. Viel braucht man nicht:

 

  • eine Plexiglasscheibe aus dem Baumarkt
  • eine Moosgummiplatte in der gewünschten Größe, Farbe völlig egal
  • genau in der gleichen Größe doppelseitige Klebefolie
  • Filzstift o.ä. zum Auftragen des Designs 
  • Schere, evtl. Nagelschere
  • eine Farbrolle aus Schaumstoff oder Gummi
  • eine Glasscheibe (notfalls aus einem Bilderrahmen)
  • Acrylfarbe aus dem Künstlerbedarf oder 1-€-shop (ich habe rot und weiß benutzt)
  • eine alte Zeitung

 

 

 

Die Moosgummiplatte auf einer Seite mit der doppelseitigen Klebefolie ohne Blasen und Falten bekleben. Auf der anderen Seite mit einem Filzstift die gewünschte Grafik übertragen. Ich empfehle Dir, ein großzügiges und einfaches Design zu wählen. Je Kleinteiliger das Muster ist, desto schlechter klebt es auf der Acrylplatte. Bedenke: die Grafik muss seitenverkehrt aufgemalt werden!

 

Nun geht es ans Ausschneiden. Ich habe mit unterschiedlichen Schneidewerkzeugen herumprobiert, auch mit einem Skalpell und einem Cutter, am einfachsten geht es tatsächlich mit einer normalen Schere. Das ausgeschnittene Muster besitzt nun auf der Rückseite eine Klebefläche, Schutzfolie abziehen und auf die Acryl-

glasplatte kleben. Das hat den Vorteil, dass Du genau sehen kannst, wo Du den Druck positionierst.

 

Druckplatte

 

Das T-Shirt muss sauber und gewaschen sein, denn falls es ein neues ist, könnten noch chemische Stoffe wie Appretur darin stecken, die den Druck versauen könnten. Vor dem Bedrucken stopfst Du die Zeitung in das T-Shirt, damit nichts von der Farbe durchsuppt und auf dem Rückenteil erscheint.

 

Früher habe ich für solche Drucksachen immer Textilfarbe genommen. Inzwischen nehme ich nur noch Acrylfarbe, da die um einiges günstiger ist und ewig hält. Du kennst das vielleicht von der Dispersionsfarbe, wenn Du Wände streichst. Ist die Farbe erst einmal auf den Klamotten getrocknet, geht sie nie wieder raus! Was man leider von der teuren Textilfarbe nicht behaupten kann. Da war ich schon nach ein paar Waschgängen so enttäuscht, weil die Farbe immer blasser wurde. Allerdings verdünne ich die Acrylfarbe etwas mit Wasser, damit sie gut in die Faser einziehen kann. Nur ganz wenig Wasser, damit die Farbe nicht zu flüssig wird. Am besten machst du auf einem Fetzen Stoff ein paar Versuche, bevor Du direkt auf das T-Shirt druckst.

 

Nun gibst Du großzügig Acrylfarbe auf die Glasplatte und rollst so lange mit der Farbrolle hin und her, dass Du satt Farbe aufgenommen hast. Ich habe Weiß genommen. Mit der Rolle fährst Du über das komplette Muster bis überall satt Farbe drauf ist. Tja, und dann rauf auf den Stoff und etwas andrücken.

Druckplatte vorsichtig wieder abheben. Solange die Farbe noch nass ist, kannst Du die Glasplatte, die Druckplatte und die Farbrolle unter fließend Wasser reinigen. Dein T-Shirt muss nun eh bis mindestens nächsten Tag trocknen.

 

Sobald die Farbe trocken ist, kannst Du mit einer weiteren Farbe darüber drucken. Jetzt zahlt es sich aus, dass Du durch das Acrylglac durchschauen kannst. Ich habe die rote Farbe auch wieder etwas verdünnt und diesmal nur an der Rändern aufgetragen.

 

Textildruck Detail

 

 

Wenn auch der zweite Druck getrocknet ist, kann Du das T-Shirt mit Backpapier geschützt überbügeln, damit die Farbe auch wirklich super hält.

 

Liebe Grüße

Ava

 

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