Eine Herz-Brosche aus Filz zum Muttertag

Herz Brosche aus Filz

 

 

Rechtzeitig zum Muttertag habe ich dieses kleine Herz gefilzt und zu einer Brosche verarbeitet. Meine Mami ist eine ganz besondere Frau. Nie im Leben werde ich das wieder ausgleichen können, was sie schon alles für mich und meine Familie getan hat.  

 

Muttertag ist noch ein wenig hin, aber da man zum Filzen ein paar Dinge braucht, die man garantiert nicht zu Hause hat, bin ich so früh dran, damit die noch besorgt werden können.

 

Das Herz habe ich trocken gefilzt, also ohne Schmierseife und Co. Es ist nicht sehr schwer zu machen, eignet sich also auch für Ungeübte oder Kinder. Der einzige Haken an der Geschichte: die Filznadel kann ziemlich gemein beißen, also immer schön auf die Fingerchen aufpassen.

 

Du brauchst:

 

  • Bleistift und Pappe für die Vorlage/Schablone
  • Eine Schere oder Cutter zum Schneiden der Schablone
  • Filzunterlage aus Blockschaum oder festem Schaumstoff (darf beim Filzen nicht fusseln, sonst filzt man Teile der Unterlage in das Herz mit ein)
  • Filznadeln (lieber eine mehr, da ein Enthusiast diese auch mal brechen kann)
  • Gegenstand aus hartem Gummi für fingerschonendes Arbeiten (z.B. halbierter Tennisball)
  • Filzwolle in den gewünschten Farben (ich: Pink, Rosa, Weiß und Hellgrün)
  • optional Broschennadel oder Ketten-Öse

 

Geschätzter Materialwert: ca. 11,- Euro für Filzunterlage, -nadeln und -wolle.

Allerdings hat man dann so viel Filzwolle, dass man noch total viele andere Dinge damit filzen kann. Kann nämlich süchtig machen...

 

Arbeitszeit: auch für Ungeübte unter 3 Stunden.

 

 

 

Erst zeichnest Du auf die Pappe ein Herz in der gewünschten Form und Größe vor.  Mein Herz hat die Maße 6 cm x 7 cm. Ich denke, das ist eine gute Größe für Anfänger, nicht zu Kleinteilig, aber auch nicht so groß, dass einem das Handgelenk abfällt, denn es muss auf die Filzwolle eingestochen werden, was das Zeug hält. Lieber mal eine Pause machen.

 

Schneide die Schablone aus, es wird der äußere Teil gebraucht, die Negativform. Lege die Schablone auf die Filzunterlage.

 

Herz filzen

 

Jetzt kannst Du direkt loslegen. Ziehe mit den Fingern etwas Filzwolle von dem Knäul ab. Nicht schneiden, das gibt harte Übergänge, die Du nicht wieder weg bekommst. Nimm nur ganz wenig Wolle, die Du dann in dem Herz locker verteilst.

 

Das Filzherz wird nach und nach, Schicht für Schicht gefilzt. So kannst Du am besten sehen, wo noch Material fehlt. Mit der Nadel immer wieder in die Wolle stechen, die Widerhaken sorgen dafür, dass die Wolle ineinander gefilzt wird.

 

Löse das Herz ab und zu von der Unterlage und drehe es um, so entsteht nach und nach ein fest verfilztes Herz. Hier gilt: mehr ist mehr! Je öfter Du das Herz mit der Nadel bearbeitetest, desto besser wird das Ergebnis.

 

Passe auf Deine Finger auf!

 

Fingerschutz

 

Damit auch der Rand schön fest gefilzt wird, musst Du auch von der Seite einstechen. Dabei kann das Festhalten ziemlich gefährlich für die Finger werden. Ich nehme einen halbierten Tennisball, da er der Nadel nicht schadet, wenn sie auf ihn trifft.

 

Blüte filzen

 

Befindest Du das Herz für fertig, kannst Du die Verzierungen einarbeiten. Für die Blüte nimmst Du weiße und rosafarbige Filzwolle. Zwei kurze, dünne Stränge davon werden miteinander leicht verzwirbelt und immer im Kreis herum an das Herz gefilzt. 

 

Grünzeug am Filzherz

 

Mit dem Grünzeug verfährst Du ähnlich. Sollte Dir die Verzierung zu dünn vorkommen, kannst Du jederzeit immer noch ein ganz wenig Wolle dazu filzen bis Du zufrieden bist.

 

Zum Schluss kannst Du aus dem Herz dann eine Brosche oder einen Anhänger machen, ganz wie es Dir beliebt.

 

Broschennadel

 

Liebe Grüße

Ava

 

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