Malfatti – Gnocchis aus Ricotta (ohne Kartoffeln)

Malfatti  Ricotta Gnocchi

 

Gestern Abend noch spontan Hunger bekommen. Zum Glück war eine Packung Ricotta im Kühlschrank. Da ebenso ein Ei und etwas Padano vorhanden waren, reichte es für Malfatti. Kennengelernt habe ich dieses Rezept unter dem Namen 'Ricotta-Gnocchis', später aber herausgefunden, dass sie Malfatti heißen, weil sie so 'schlecht gemacht' aussehen. Das tun sie wirklich, aber – mmh – wie köstlich und fluffig sie doch sind.

 

Eigentlich nahm ich statt des teuren Ricottas immer gerne den deutschen Schichtkäse. Damit wurden die Malfatti sogar noch weicher, aber mein kleiner Supermarkt hat das Produkt aus seinem Sortiment genommen. Anscheinend war ich die einzige Kundin, die das noch gekauft hat. Schade!

 

In dem ursprünglichen Rezept werden aus der Masse, die suuuuper klebrig ist (keine Übertreibung), lange Rollen mit den Händen geformt. 1. dauert das länger und 2. war das immer ein ordentlicher Schweinkram. Deshalb fülle ich die Masse einfach in einen stabilen (sonst platz der = Superschweinkram!) Gefrierbeutel. Eine Ecke abschneiden, dann die Masse als Würste ausdrücken.

 

Hier nun das Rezept für 2 kleine Abendessen-Portionen. Fürs Mittagessen oder zwei starke Esser müssen die Mengen verdoppelt werden.

 

Zutaten:

 

250g Ricotta

1 Eigelb

1/2 Teelöffel Meersalz

30g frisch geriebener Parmesan oder Padano

75g Mehl + extra viel zum Bestäuben

 

Für eine einfache Soße:

Olivenöl

Basilikum

Ricotta (Molke abgießen), Eigelb, Salz und Parmesan in eine große Schüssel geben. Gut mit einem Kochlöffel verrühren. Das Mehl zugeben und unterrühren bis alles vermengt ist. Die Masse ist ziemlich klebrig.

 

Ein großes Arbeitsbrett ordentlich mit Mehl bestäuben. Den Teig in den Gefrierbeutel füllen und eine Ecke abschneiden (2 - 2,5 cm). Auf der bemehlten Fläche mehrere daumendicke Stränge ziehen. Diese ebenfalls mit Mehl bestäuben. Mit einem dünnen Messer kleine Teigkissen abschneiden. Tipp: das Messer immer mal wieder in Mehl tauchen.

 

Ölivenöl sanft auf maximal Stufe 1 in einer Pfanne erwärmen, nicht heiß werden lassen. Basilikumblätter klein zupfen und in das Öl geben.

 

Die Malfatti in kochendes Salzwasser geben und so lange ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Abgießen. Mit in erwärmten Olivenöl gezogenen Basilikumblättern beträufeln. Mit Parmesan bestreuen. Mmmmh - lecker!

 

Die Malfatti können natürlich auch mit einer fruchtigen Tomatensoße oder anderen leckeren Soßen variiert werden.

 

Guten Appetit!

 

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Kommentare: 3
  • #3

    Ava (Dienstag, 28 März 2017 19:06)

    Hallo Faulimama,
    kohlenhydratreduziert? Das ist mir noch gar nicht klar gewesen. Danke, dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Unter diesem Aspekt schmeckt es mir gleich noch besser! ;))

  • #2

    Faulimama (Dienstag, 28 März 2017 18:23)

    Was für ein köstliches Rezept! Und dann passt es auch noch super in meine kohlenhydratreduzierte Ernährung. Ich bin begeistert!

  • #1

    Kikideparis (Donnerstag, 02 Februar 2017 16:05)

    Wow, der Trick mit dem Gefrierbeutel ist so praktisch! Warum bin ich nicht selber auf die Idee gekommen?